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Refurbed überholt Back Market: Österreichisches Startup wird Marktführer im DACH-Raum
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Refurbed überholt Back Market: Österreichisches Startup wird Marktführer im DACH-Raum

refurbito
Redaktionsteam Unser Content-Team
6 Min. Lesezeit

Während Back Market in Frankreich erfunden wurde und weltweit 2,4 Milliarden Dollar umsetzt, hat ein Wiener Startup sie im deutschsprachigen Raum geschlagen. Das österreichische Unternehmen hat 2024 in Deutschland 283 Millionen Euro umgesetzt - 90 Millionen mehr als der französische Konkurrent. Der Marktführer für refurbished Elektronik kommt jetzt aus Österreich.

Die Zahlen kommen von E-commerce Germany News und zeigen einen deutlichen Trend. Während die Wiener Plattform um 38,6 % gewachsen ist, schaffte Back Market nur 10,8 %. Das ist ein Unterschied, den man nicht ignorieren kann.

Die Zahlen im Vergleich: Refurbed vs. Back Market

Kennzahl Refurbed Back Market
GMV Deutschland 2024 €283,4 Mio. €193,1 Mio.
Wachstum (YoY) +38,6 % +10,8 %
Rang in Deutschland #8 #9
Kunden gesamt 4 Millionen k.A.
Verarbeitete Geräte 9 Millionen k.A.

Hier wird's interessant: Die österreichische Plattform ist drei Jahre jünger als Back Market und global gesehen nur ein Bruchteil der Größe. Back Market macht 2,4 Milliarden Dollar GMV weltweit laut Sacra. Trotzdem dominiert das Wiener Startup ausgerechnet den größten europäischen Markt für Refurbished-Elektronik. In unserem ausführlichen Händler-Vergleich erfährst du mehr über die Unterschiede zwischen allen großen Anbietern.

Profitabilität erreicht: Ein seltener Meilenstein

Im März 2025 erreichte die Plattform etwas, das im E-Commerce fast niemand schafft: echte Profitabilität. Nicht knapp, sondern mit zweistelliger EBITDA-Marge. Das berichtet EU-Startups.

Wenn du mehr über Refurbed erfahren möchtest, findest du auf unserer Partnerseite Details zu Sortiment, Garantien und aktuellen Angeboten. Peter Windischhofer, Mitgründer und CEO, sagte gegenüber Impact Loop:

„Dies ist der Beweis, dass unser Geschäftsmodell solide ist und dass es in der Kreislaufwirtschaft enormes Potenzial gibt. Während viele Unternehmen weiter Kapital verbrennen, zeigen wir, dass man Skalierbarkeit mit langfristiger Profitabilität verbinden kann."

Während die meisten Startups weiter Investorengelder verbrennen, schreibt das Unternehmen nach acht Jahren schwarze Zahlen.

50 Millionen Euro für UK und KI

Im Oktober 2025 sammelte die Plattform 50 Millionen Euro ein. Das Geld kommt von Alex Zubillaga, der auch bei Spotify, Fever und Wallapop investiert hat, sowie von Orilla, einem Fonds hinter Vinted und Cabify. Vestbee berichtete ausführlich über die Runde.

Wofür das Geld? UK-Expansion und KI-gestützte Personalisierung. Was "KI-gestützte Personalisierung" konkret heißt, lässt das Unternehmen offen. Vermutlich personalisierte Produktempfehlungen, dynamische Preise oder automatisierte Qualitätsprüfungen. Wir wissen es noch nicht - aber mit 50 Millionen Euro Kapital im Rücken werden wir es bald herausfinden.

Warum der DACH-Raum zum Heimvorteil wurde

Der Grund ist einfacher als man denkt: Die Wiener Plattform hat sich von Anfang an auf den deutschsprachigen Markt konzentriert. Während Back Market global expandierte, fokussierte sich das Team auf Österreich, Deutschland und die Schweiz - ausgerechnet die Länder mit dem höchsten Nachhaltigkeitsbewusstsein in Europa. Mehr zu Back Market im Detail mit allen Produktkategorien und Garantiebedingungen findest du auf unserem Partnerprofil.

Die Zahlen bestätigen das: Laut E-commerce Germany News nennen 71,5 % der deutschen Käufer Nachhaltigkeit als Kaufgrund für Refurbished-Geräte - aber 54,5 % geben zu, dass sie sich durch gebrauchte Waren schlicht mehr leisten können. Nachhaltigkeit allein verkauft nicht. Der Geldbeutel entscheidet mit.

Der CEO hat das gut auf den Punkt gebracht:

„Nachhaltigkeit allein reicht für viele Kunden nicht. Das funktioniert vielleicht in einer Nische, aber nicht für den Massenmarkt. Der Preis muss auch stimmen, und das gesamte Erlebnis muss gut sein."

Was die Wiener Plattform anders macht

Hier wird's überraschend: Die Refurbished-Plattform besitzt keine einzige Werkstatt. Null. Stattdessen arbeitet sie mit etwa 400 geprüften Partnern zusammen, die die Geräte aufbereiten. Die eigentliche Arbeit? Qualitätskontrolle und Partner rauswerfen, die schlechte Ware liefern.

Windischhofer erklärt: „Wir sind super streng, was die Qualität angeht. Wenn wir sehen, dass ein Verkäufer schlechtes Feedback hat, lassen wir ihn nicht mehr auf der Plattform verkaufen."

Das unterscheidet die Plattform von einem reinen Marktplatz. Es gibt eine Mindestgarantie von 12 Monaten, und die Zustandsstufen bei refurbished Geräten sind klar definiert. Und wer auffällt, fliegt raus.

Die Umweltbilanz in Zahlen

Das Unternehmen veröffentlicht Umweltkennzahlen - mit den üblichen Vorbehalten bei Unternehmensangaben. Laut Vestbee wurden bisher vermieden:

  • 350.000 Tonnen CO₂

  • 1.136 Tonnen Elektroschrott

  • 116 Milliarden Liter Wasser

Ob die Berechnungsmethode wasserdicht ist? Schwer zu sagen. Aber die Richtung stimmt: Refurbished-Geräte zu kaufen hat messbare Umweltvorteile gegenüber Neugeräten. Eine unabhängige Analyse der Umweltvorteile von Refurbished-Elektronik findest du in unserem ausführlichen Nachhaltigkeits-Guide. Die genauen Zahlen kann man diskutieren, das Prinzip nicht.

Was das für Käufer bedeutet

Was bedeutet das für dich, wenn du gerade ein iPhone oder MacBook suchst? Mehr Auswahl, schärferer Wettbewerb, bessere Preise. Wenn du ein generalüberholtes Gerät suchst, hast du jetzt mehr Auswahl als je zuvor. Falls du noch unsicher bist, was refurbished überhaupt bedeutet und worauf du achten solltest, hilft dir unser umfassender Guide. Der deutsche Markt für Refurbished-Elektronik war 2024 laut Expert Market Research 2,94 Milliarden Dollar groß. Market Research Future erwartet ein Wachstum auf 10,2 Milliarden bis 2034.

Konkret heißt das: Mehr Anbieter, mehr Wettbewerb, bessere Preise und Garantien. Du kannst jetzt refurbished iPhone Preise bei allen Anbietern vergleichen und das beste Angebot für dein Wunschgerät finden. Die österreichische Plattform und Back Market unterbieten sich gegenseitig, beide verlängern Garantien, beide verbessern ihre Plattformen.

Für uns Käufer ist das ein Gewinn. Vor fünf Jahren war refurbished noch eine Nische für Nerds und Sparfüchse. Heute ist es Mainstream - mit Garantien, die teilweise besser sind als beim Elektronikmarkt um die Ecke.

Häufig gestellte Fragen

Im deutschsprachigen Raum führt die österreichische Plattform 2024 mit €283 Millionen GMV vor dem französischen Konkurrenten (€193 Millionen). Beide bieten 12 Monate Mindestgarantie. Global gesehen ist Back Market mit $2,42 Milliarden GMV größer. Die Wahl hängt von Produktverfügbarkeit und Preis ab.

Die Plattform arbeitet mit rund 400 geprüften Refurbishment-Partnern und entfernt Verkäufer mit schlechtem Feedback. Alle Geräte haben mindestens 12 Monate Garantie. Das Unternehmen erreichte im März 2025 Profitabilität, was auf ein stabiles Geschäftsmodell hinweist.

2024 wuchs das österreichische Unternehmen um 38,6 %, Back Market nur um 10,8 %. Gründe sind die Fokussierung auf den DACH-Markt seit 2017, strenge Qualitätskontrollen und ein Marketingansatz, der Nachhaltigkeit mit Preisbewusstsein verbindet.

Generalüberholte Geräte kosten typischerweise 20-40 % weniger als Neugeräte. Ein iPhone 15 Pro kostet neu ab 1.299 Euro, refurbished ab 899 Euro (Zustand 'Sehr gut'). Das sind 400 Euro gespart oder 31 % weniger. Der genaue Preis hängt vom Zustand und Modell ab.

Beide Plattformen bieten mindestens 12 Monate Garantie. Back Market hat bei einigen Produkten bis zu 30 Monate im Angebot. Die Garantiebedingungen variieren je nach Verkäufer und Produkt.
*Zuletzt aktualisiert: Januar 2026*

Quellen

  1. 1 E-commerce Germany News
  2. 2 Sacra
  3. 3 EU-Startups
  4. 4 Impact Loop
  5. 5 Vestbee berichtete ausführlich
  6. 6 E-commerce Germany News
  7. 7 Expert Market Research
  8. 8 Market Research Future