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iPad refurbished: welche Generation lohnt sich noch?

iPad refurbished: welche Generation lohnt sich noch?

159 Euro für ein iPad. So steht es gerade bei einem deutschen Refurbisher im Angebot, Stand 28.08.2026, und für das Geld bekommst du sonst ein namenloses Einsteiger-Tablet aus dem Elektromarkt. Der Haken sitzt woanders: Bei einem refurbished iPad entscheidet nicht der Preis darüber, ob der Kauf schlau war, sondern die Generation. Und die steht in vielen Angebotstiteln nicht einmal drin.

Das ist der eine Punkt, den du dem Gerät nicht ansiehst. Zwei iPads können im Listing fast identisch aussehen, gleich flott wirken, dieselbe Zustandsnote tragen. Trotzdem hat das eine noch vier oder fünf Jahre Software-Updates vor sich, das andere gar keine mehr.

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Fünf Generationen, die gerade aus dem Support fallen

Im Herbst 2026 kommt iPadOS 27. Und diesmal räumt Apple deutlich gründlicher auf als im Jahr davor. Wie MacRumors berichtet, verlieren mit diesem Update gleich fünf Modelle die Unterstützung:

  • iPad Pro 12,9 Zoll (3. Generation, 2018)

  • iPad Pro 11 Zoll (1. Generation, 2018)

  • iPad Air (3. Generation, 2019)

  • iPad (8. Generation, 2020)

  • iPad mini (5. Generation, 2019)

Alle fünf findest du heute noch bei Refurbishern, oft zu Preisen, die richtig verlockend aussehen. Genau das ist die Falle. Du zahlst wenig und bekommst ein Gerät, das ab Herbst keine neuen Funktionen mehr sieht und irgendwann auch bei Apps aussortiert wird.

Noch eine Stufe weiter unten liegt das iPad der 7. Generation von 2019. Das ist schon bei iPadOS 26 im Herbst 2025 rausgeflogen und hängt seitdem auf iPadOS 18 fest. Es bekommt noch Sicherheitspatches, aber keine neuen Funktionen mehr. Verkauft wird es aber weiter, hier zum Beispiel für 159 Euro im Zustand „wie neu“, was die Zustandsnote wirklich bedeutet erfährst du in unserem separaten Guide dazu:

Apple iPad 2019 (A2197) 32GB gold

Das Gerät ist nicht kaputt. Es sieht laut Händler sogar top aus. Ich würde es trotzdem nicht kaufen, jedenfalls nicht, wenn es für die nächsten Jahre halten soll. Für 80 Euro mehr bekommst du ein Modell mit deutlich mehr Restlaufzeit, und diese 80 Euro sind der billigste Aufpreis in diesem ganzen Artikel.

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Wie lange bekommt ein iPad überhaupt Updates?

Apple gibt darauf keine offizielle Garantie. Es gibt kein Versprechen wie „sieben Jahre“, wie man es von manchen Android-Herstellern inzwischen kennt. Es gibt nur die Praxis der letzten Jahre, und die ist ziemlich stabil.

Laut Macworld bekommen die meisten iPads sechs bis acht Jahre lang große iPadOS-Updates. Danach folgt oft noch eine längere Phase mit reinen Sicherheitsupdates. Das iPad Air 2 von 2014 hat im Mai 2026 immer noch Sicherheitspatches bekommen, also mehr als elf Jahre nach dem Verkaufsstart.

Zwei Stufen also, und sie fühlen sich im Alltag komplett unterschiedlich an. In Phase eins bekommst du neue Funktionen, App-Updates funktionieren, alles läuft. In Phase zwei friert das Gerät ein: Es ist sicher, aber Apps beginnen nach und nach, dich auszusperren, weil ihre Mindestversion höher liegt als deine.

Für dich als Käufer heißt das etwas sehr Praktisches. Rechne ab dem Erscheinungsjahr des Modells, nicht ab dem Kaufdatum. Ein 2019er-Gerät, das du heute kaufst, ist bereits sieben Jahre alt. Die Uhr lief die ganze Zeit weiter, auch im Lager des Refurbishers.

Die offizielle Liste der aktuell unterstützten Modelle steht direkt bei Apple. Wer lieber gleich beim Hersteller statt bei einem Drittanbieter kauft, findet Apples eigenes Refurbished-Programm im Vergleich in unserem separaten Test. Die Apple-Seite dauert zwei Minuten und erspart dir eine Fehlentscheidung von mehreren hundert Euro. Ehrlich gesagt ist das der einzige Schritt in diesem ganzen Prozess, den ich wirklich für Pflicht halte.

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Das Basis-iPad: hier sitzt die größte Falle

Beim günstigsten iPad häufen sich die Schnäppchen. Und leider auch die Enttäuschungen, weil die Generationsnummern hier besonders eng beieinander liegen und sich im Listing kaum unterscheiden.

Die Lage bei den Basis-Modellen:

  • 7. Generation (2019, A10 Fusion): raus seit iPadOS 26. Nur noch Sicherheitsupdates.

  • 8. Generation (2020, A12): fliegt mit iPadOS 27 im Herbst 2026 raus.

  • 9. Generation (2021, A13): läuft weiter, solide Basis.

  • 10. Generation (2022, A14): läuft weiter, USB-C statt Lightning.

  • Aktuelles Modell (A16): läuft weiter, teurer refurbished.

Der Sprung von der 8. zur 9. Generation ist beim Preis winzig und beim Support riesig. Das ist die wichtigste Zeile im ganzen Artikel, wenn du unter 300 Euro bleiben willst.

Ein Beispiel aus dem aktuellen Bestand: ein iPad von 2021 mit 64 GB, Zustand „sehr gut“, für 239 Euro.

Apple iPad 2021 Wi-Fi 64GB space grau

Für Netflix, Kochrezepte, Schulkram, ein bisschen Notizen und den gelegentlichen Videocall reicht das völlig. Der A13 ist kein schneller Chip mehr, aber schnell genug für alles, wofür die meisten Leute ein Tablet auf dem Sofa liegen haben. Was du dafür nicht bekommst: Apple Intelligence. Dazu gleich mehr.

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iPad Air refurbished: A14 ist die Untergrenze

Beim Air ist die Sache erfreulich klar. Jedes Air mit A14-Chip oder mit einem M-Chip bleibt bei iPadOS 27 an Bord. Das Air der 3. Generation von 2019 nicht.

Damit hast du eine Regel, die du dir merken kannst, ohne eine Tabelle im Kopf zu haben: A14 oder besser. Steht das nicht im Listing, frag nach oder klick weiter.

Die Untergrenze: iPad Air 4 mit A14 (2020)

Das Air der 4. Generation ist das älteste Air, das den Schnitt überlebt. Es hat das moderne Design mit flachen Kanten, USB-C, Touch ID im Power-Button. Und es kostet refurbished spürbar weniger als alles, was danach kam. Aktuell 349 Euro für die 64-GB-Variante im Zustand „sehr gut“:

Apple iPad Air 2020 WiFi 64GB space grau

Ist das ein guter Deal? Kommt drauf an, wie lange das Gerät halten soll. Für zwei bis drei Jahre: ja, absolut. Für „das soll mein Tablet bis 2032 sein“: eher nicht, weil das Modell schon 2020 erschienen ist und damit im Support-Fenster weiter fortgeschritten ist, als der Preis vermuten lässt.

Der Sweet Spot: iPad Air M2 (2024)

Hier wird es interessant. Der Sprung vom M1 auf den M2 sieht auf dem Papier klein aus, ist aber bei der Grafik der größte Schritt. Die Benchmarks von AppleInsider zeigen beim Metal-Score rund 42 Prozent Vorsprung, während der Unterschied bei der reinen CPU-Leistung mit 12 Prozent Single-Core deutlich kleiner ausfällt.

Danach kamen M3 (2025) und M4 (2026), beide zum gleichen Neupreis wie vorher. Für dich heißt das: Der M2 rutscht refurbished im Preis nach unten, ohne dass sich im Alltag irgendetwas verschlechtert. 559 Euro für die 256-GB-Variante im Zustand „gut“, gerade im Bestand:

Apple iPad Air 11" Wi-Fi 2024 (M2) 256GB space grau

Das ist das Modell, das ich den meisten Leuten empfehlen würde, die mehr als ein Sofa-Tablet wollen. Genug Reserven für Split View, Stage Manager und Zeichnen mit dem Pencil, Apple Intelligence an Bord, und die Update-Laufzeit reicht locker bis in die 2030er.

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iPad mini: nur eine Generation kann Apple Intelligence

Das mini ist die kleinste und gleichzeitig komplizierteste Baureihe. Das mini 5 von 2019 fliegt mit iPadOS 27 raus. Das mini 6 von 2021 mit A15 bleibt drin, kann aber kein Apple Intelligence. Erst das mini von 2024 mit A17 Pro schafft beides.

Wenn du also ein kleines Tablet für die Hosentasche, den Zug oder als Lesegerät suchst und dabei nicht in zwei Jahren wieder nachdenken willst, gibt es genau ein Modell, das alle Kästchen anhakt. 499 Euro für 128 GB im Zustand „sehr gut“:

Apple iPad mini 2024 (A17 Pro) Wi-Fi 128GB space grau

Teuer für ein kleines Tablet? Ja. Das mini war noch nie ein Preis-Leistungs-Sieger, es ist ein Format-Kauf. Entweder du willst genau diese Größe, oder du bist beim Basis-iPad besser aufgehoben und sparst 250 Euro.

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iPad Pro refurbished: der M5 ist selten die richtige Antwort

Beim Pro liegen die Preise so weit auseinander, dass sich Nachdenken hier am meisten auszahlt. Nach der Analyse von refurb.me ist das M2-iPad-Pro von 2022 aktuell der beste Kompromiss aus Preis, Tempo und verbleibender Update-Laufzeit. Der M4 lohnt sich vor allem wegen des OLED-Displays, nicht wegen der Rechenleistung.

Das deckt sich mit dem, was ein Preisvergleich bei Back Market zwischen den beiden Generationen zeigt: Der Abstand im generalüberholten Zustand ist erheblich, der Abstand im Alltag ist es nicht.

Das aktuellste Pro im Bestand ist ein 11-Zoll-Modell von 2025 mit M5 und 256 GB für 889 Euro, Zustand „gut“:

Apple iPad Pro 11" Wi-Fi 2025 (M5) 256GB space schwarz

Wer das braucht, weiß es meistens schon. 4K-Videoschnitt unterwegs, ProRes, mehrere schwere Apps parallel, ein Display, auf dem Farben stimmen müssen. Alle anderen kaufen hier hauptsächlich Reserven, die nie abgerufen werden. Und ein iPad Pro, das drei Jahre lang Safari und Apple Notes anzeigt, ist einfach ein sehr teures Notizbuch.

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Update-Support und Apple Intelligence sind zwei verschiedene Häkchen

Das wird oft in einen Topf geworfen, und es ärgert mich jedes Mal, weil daraus echte Fehlkäufe entstehen. Ein iPad kann jahrelang Updates bekommen, ohne jemals Apple Intelligence zu zeigen.

Die Trennung sieht so aus:

Bekommt weiter iPadOS-Updates: iPad 9 und 10, iPad mini 6, iPad Air 4 und 5, iPad Pro ab 2020, plus alles Neuere.

Kann zusätzlich Apple Intelligence: nur Geräte mit M-Chip, dazu das iPad mini mit A17 Pro.

Das iPad Air 4 mit A14 ist das perfekte Beispiel für die Lücke dazwischen. Es bleibt bei iPadOS 27 dabei, sieht aber die KI-Funktionen nie. Wenn dir die egal sind, ist das ein Nicht-Problem und du sparst richtig Geld. Wenn nicht, filtere von Anfang an nach Chip und nicht nach Preis.

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So prüfst du, welche Generation wirklich vor dir liegt

Listings sind unterschiedlich gut beschriftet. Manche schreiben „iPad Air (4. Generation, 2020, A14)“, andere nur „iPad Air“. Bei der zweiten Sorte hast du drei Möglichkeiten, das nachzuholen.

  1. Modellnummer im Titel oder in den Details suchen. Sie beginnt mit einem A und vier Ziffern, zum Beispiel A2197. Danach googeln, dann steht die Generation binnen Sekunden fest.
  2. Chipnamen im Listing suchen. A14, M1, M2, A17 Pro. Der Chip ist eindeutiger als jede Marketingbezeichnung.
  3. Beim Händler nachfragen. Seriöse Refurbisher beantworten das, und wenn nicht, ist das auch eine Antwort.
  4. Am Gerät selbst nachsehen, falls du schon eins in der Hand hast: Einstellungen, Allgemein, Info. Dort stehen Modellname und Modellnummer.

Und wenn im Listing weder Generation noch Chip auftaucht und niemand antwortet: weiterklicken. Es gibt genug Angebote, bei denen beides drinsteht.

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Zwei Irrtümer, die beim refurbished iPad Geld kosten

„Billig ist automatisch ein guter Deal.“ Nein. Ein iPad für 159 Euro, das im Herbst keine Funktionsupdates mehr bekommt, kostet dich in drei Jahren mehr als eins für 239 Euro, das dann noch läuft. Der Preis pro Nutzungsjahr ist die Zahl, die zählt, nicht der Preis auf dem Etikett.

„Der neueste Chip ist den Aufpreis wert.“ Für Surfen, Streamen, Notizen und leichtes Multitasking merkst du zwischen M2 und M5 im Alltag ziemlich wenig. Der Aufpreis geht in Display, Effizienz und Spezialfälle wie schweren Videoschnitt. Falls du davon nichts brauchst, zahlst du für eine Zahl im Datenblatt.

Ein dritter Punkt, der seltener genannt wird: Die vier iPad-Reihen zählen ihre Generationen getrennt. Ein „iPad Air 3“ und ein „iPad 3“ haben nichts miteinander zu tun, und seit 2022 kommt bei Air und Pro noch die Chip-Benennung dazu. Deshalb ist die reine Reihenbezeichnung ohne Jahr oder Chip als Information praktisch wertlos.

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Was ich kaufen würde

Unter 250 Euro: das iPad 9. Generation. Bis 400: das iPad Air 4 mit A14, wenn dir Apple Intelligence egal ist. Bis 600: das iPad Air M2, und das ist für die meisten Leute der Punkt, an dem ich aufhören würde weiterzuschauen. Darüber wird es zur Frage, ob du wirklich ein Pro brauchst, und die beantwortest du besser ehrlich.

Falls du beim Thema noch tiefer einsteigen willst: In unserem ausführlichen Kaufratgeber für refurbished iPads geht es um Marktplätze, Garantie und Rückgaberecht, und im Vergleich zwischen iPad, Samsung und Lenovo steht, ob es überhaupt ein iPad sein muss.

Und weil die Chip-Generation nur die halbe Kaufentscheidung ist: was die Garantie beim Refurbished-Kauf wirklich abdeckt lohnt sich vor dem Klick auf „Kaufen“ genauso.

Und wenn du dir nur eine einzige Sache merkst: A14 oder besser. Der Rest ist Budget.

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Häufig gestellte Fragen

Welche iPad Generation lohnt sich refurbished 2026 am meisten?

Das iPad Air M2 von 2024 ist für die meisten der beste Kompromiss. Es hat noch viele Jahre Update-Laufzeit vor sich, läuft schnell genug für Split View und Zeichnen, kann Apple Intelligence und ist refurbished deutlich günstiger als die M3- und M4-Nachfolger. Wer weniger ausgeben will, fährt mit dem iPad der 9. Generation gut.

Welche iPads sollte ich refurbished nicht mehr kaufen?

Mit iPadOS 27 im Herbst 2026 verlieren laut MacRumors das iPad Pro 12,9 Zoll (3. Generation), das iPad Pro 11 Zoll (1. Generation), das iPad Air 3, das iPad der 8. Generation und das iPad mini 5 ihre Update-Unterstützung. Das iPad der 7. Generation ist bereits seit iPadOS 26 raus. Diese sechs Modelle würde ich links liegen lassen.

Wie lange bekommt ein iPad Updates?

Laut Macworld liefert Apple bei den meisten iPads sechs bis acht Jahre lang große iPadOS-Updates. Danach folgen oft noch Jahre mit reinen Sicherheitspatches. Wichtig beim Gebrauchtkauf: Diese Uhr läuft ab dem Erscheinungsjahr des Modells, nicht ab deinem Kaufdatum.

Welche iPads können Apple Intelligence?

Apple Intelligence setzt einen M-Chip voraus, also iPad Air ab M1, iPad Pro ab M1 und alle neueren M-Modelle. Die einzige Ausnahme ohne M-Chip ist das iPad mini von 2024 mit A17 Pro. Ein iPad Air 4 mit A14 bekommt zwar weiter Updates, aber niemals Apple Intelligence.

Woran erkenne ich im Angebot, welche Generation ein iPad ist?

Am zuverlässigsten am Chipnamen oder an der Modellnummer, die mit einem A und vier Ziffern beginnt, etwa A2197. Beides steht bei seriösen Händlern in den Detailangaben. Fehlt beides und der Händler antwortet nicht auf eine Nachfrage, ist das Angebot es nicht wert. Am Gerät selbst findest du die Angaben unter Einstellungen, Allgemein, Info.

Quellen

  1. MacRumors berichtet macrumors.com
  2. Macworld macworld.com
  3. Apple support.apple.com
  4. AppleInsider appleinsider.com
  5. refurb.me refurb.me
  6. Preisvergleich bei Back Market backmarket.com

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